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Dirk Brockmann ist Direktor des Center Synergy of Systems (SynoSys) an der TU Dresden sowie Professor für Biologie komplexer Systeme in den Fachbereichen Biologie und Physik. Er studierte Physik und Mathematik an der Universität Göttingen, wo er in theoretischer Physik promovierte.

Vor seiner Berufung zum Gründungsdirektor von SynoSys war er Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und leitete ein Forschungsteam am Robert Koch-Institut. Von 2008 bis 2013 war er Professor an der Northwestern University und Mitglied des Northwestern Institute on Complex Systems.

Dirks Forschungsinteressen reichen von rechnergestützter Neurowissenschaft und anomaler Diffusion über Infektionskrankheitsdynamik bis hin zu menschlicher Mobilität, Netzwerktheorie und Citizen Science. Während der COVID-19-Pandemie initiierte er das Deutsche Datenspende-Projekt, an dem über 500.000 Spender täglich Smartwatch-Daten bereitstellten — der weltweit größte öffentlich zugängliche Datensatz dieser Art.

Er glaubt an anti-disziplinäre Wissenschaft und interessiert sich besonders für die Verbindung von Biologie und Sozialwissenschaften. Er prägte den Begriff „Get lost in Science!" als Plädoyer für explorative Forschung. 2017 gründete er die Complexity Explorables, eine Sammlung interaktiver Modelle komplexer Systeme.

Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit der Gestaltung von Citizen-Science-Projekten sowie mit Kooperation, Mutualismus und Pilzen.